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Die "Weiße Rose" - Kunst auf der Talsohle
Wuppertal 1993


1993 gab es in Wuppertal eine vom Kulturamt veranstaltete Aktion "Kunst auf der Talsohle". Es wurde der Wuppertaler Künstlerschaft angeboten, in Geschäften und im Öffentlichen Raum Kunstwerke zu präsentieren.
Ich entschied mich 1993 für den Geschwister-Schollplatz - in Erinnerung an die Hinrichtung wegen „Hochverrats“ der Mitglieder der Weißen Rose 1943
Zum engen Kreis der Widerstandsgruppe der Weißen Rose zählten: Sophie Scholl, Hans Scholl, Christoph Probst, Willig Graf, Alexander Schmorell und Prof.Kurt Huber

Mein Idee war nun, auf einem abgesetzten Quadrat vor dem Eingang des "Haus der Jugend", die Granitsteine zu entfernen und die Zementteile in eine Schicht Asche einzulegen. Die Zementteile wurdenin Formen aus Kautschuk gegossen und folgten der botanischen Struktur der einer Rose. So war einerseits des Ursymbol der Pflanze aufgegriffen, andererseits durch den Charakter des Materials eine spröde ästhetische Sprache gefunden.
Diese Bodeninstallation habe ich mit einer Texttafel ergänzt:
Ich montierte eine Tafel aus Plexiglas mit einem Zitat aus dem Dritten Flugblatt der Weißen Rose an. Es bezieht sich auf die Staatsauffassung und lautet:


"Jeder einzelne Mensch hat Anspruch auf einen brauchbaren und gerechten Staat, der die Freiheit des Einzelnen als auch das Wohl der Gesamtheit sichert."

Dieses Zitat habe ich ausgewählt, weil es mir für die Staatsauffassung von Hans Scholl bedeutsam und heute immer noch relevant erscheint. Es erläutert positive Ziele der Weißen Rose und kommentiert den Tod der jungen Menschen als tragische Konsequenz einer politisch sinnvollen und nachzuvollziehenden Einstellung.

Leider wurden die Elemente der Bodeninstallation immer wieder durch Vandalismus zerbrochen. Fast täglich ordnete ich die gebrochenen Teile wieder in Rosenform an.

In diesem Zeitraum wurde im Haus der Jugend durch die Initiative eines Mitarbeiters des Kulturbüros, Herrn Escherig die Oper „die Weiße Rose“ von Udo Zimmermann aufgeführt.